Firewalls sind heutzutage im Internetalter gar nicht mehr wegzudenken. Stelle dir nur einmal vor Du surfst im Internet herum und plötzlich befindet sich ein Trojaner auf deinem Computer. Solange wie Du noch ahnungslos weitersurfst, werden eventuell schon persönliche Daten über das Internet an den Autor versendet, wozu auch Passwörter oder Onlinebanking-Zugangsdaten gehören können. Dabei handelt es sich nicht um ein Horrorszenario aus dem Fernsehen, sondern um wahre Begebenheiten, die Trojaner in letzter Zeit desöfteren angerichtet haben. Um Trojanern, Würmern und Viren diese Möglichkeit nicht zu geben, rät PCShow zu der Verwendung einer Firewall.

Was ist eine Firewall?

Eine Firewall (auf Deutsch: „Brandschutzmauer“) ist eine Art Türsteher für deinen Computer. Der Zweck ist denkbar einfach: Das Programm verwaltet die Ports als eine Art Schleuse einer Verbindung ins Internet und verteilt Rechte zum Durchqueren eines Ports.

Wenn eine Firewall einen Port schließt, ist es einem Hacker nicht mehr möglich in das System einzudringen, da die Ports so getarnt werden können, dass Sie über das Internet nicht mehr zu finden sind.

Der Vorteil bei einer Firewall liegt daran, dass nicht nur Daten nicht in das System eindringen können, sondern auch keine Daten in das Internet versand werden können, wie z. B. die Passwörter aus unserem Beispiel.

Windows XP, vor allem nach dem Installieren des Service Pack 2, hat doch eine Firewall. Reicht die nicht aus?

Wenn Du wirklich richtig geschützt werden möchtest, dann rät PCShow davon ab. Die Windows XP Service Pack 2 Firewall ist zwar technisch wesentlich besser, als die Standardfirewall von Windows XP, z. B. weil diese ständig über Updates aktualisiert wird, aber trotzdem verhindert die Firewall nur Angriffe aus dem Internet, aber nicht zu 100% Verbindungen ins Internet, wie sie z. B. Trojaner aufbauen. Du solltest deshalb auf eine Software-Firewall anderer Anbieter setzen, wie zum Beispiel ZoneAlarm.

Sind Firewalls wirklich so sicher, wie man immer hört?

Firewalls sollten auf jeden Fall genutzt werden und verbessern die Sicherheit des Computers ungemein. Trotzdem ist es einigen Viren und Trojanern möglich Firewalls auszuschalten oder zu beschädigen. Deshalb ist es unbedingt nötig eine zusätzliche Antiviren-Software zu verwenden, damit die Viren und Trojaner gefunden werden können, bevor sie aktiv werden können. Die Kombination aus Firewall und Antivirensoftware reduziert die Chance für Viren, die Firewalls ausschalten können, diese Aktion durch zu führen auf ein Minimum. Beachten sollten Sie jedoch, dass deine Antivirus- und Firewall-Software regelmäßig via Internet aktualisiert werden sollte (Genaue Hinweise dazu entnimmst Du bitte dem Hersteller, da die Varianten von Software zu Software verschieden sind).

Wäre es dann nicht schlau mehrere Software-Firewalls gleichzeitig zu verwenden, damit mehrfacher Schutz vorhanden ist?

Nein. Das kombinieren von Firewalls führt höchstens dazu, dass diese sich selber behindern und es somit für Viren möglich ist doch auf den PC zu gelangen. Außerdem kann es sein, dass die Internetverbindung gestört wird oder dass der Computer abstürzt.

Eine Möglichkeit ist es jedoch eine Software- und eine Hardware-Firewall (wie sie zum Beispiel in einigen Routern vorhanden ist) zu kombinieren. Eine Hardware-Firewall allein reicht nicht aus, jedoch in Kombination mit einer Software-Firewall ist es ziemlich sicher. Sollte sich doch ein Virus einschleichen, kümmert sich das Anivirus-Programm darum. Dieses Sicherheits-Dreieck ist schwer auszuhebeln und bietet somit die sicherste Variante für die Internet-Sicherheit für deinen Computer.

Auswertung/Fazit

Alle Firewalls können ausgehebelt werden, auch wenn die Hersteller meist Unmögliches versprechen, nämlich 100%ige Sicherheit. Die o. g. Kombination aus Firewall und Antivirenprogramm maximiert die Sicherheit jedoch auf ein akzeptables Level und schützt damit vor vielen Gefahren. PCShow.de empfiehlt die Firewall "ZoneAlarm", da es vom Sicherheitslevel mit kostenpflichtigen Firewalls mithalten kann und sehr übersichtlich aufgebaut ist.

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