Windows ist ein Betriebssystem von Microsoft, das weltweit am meisten verbreitet ist und viele Nutzer hat. Weltweit hat Microsoft mit seinem Windows einen Marktanteil von über 90%. In unserer kleinen Zeitreise in die Windows-Welt werden wir dir zeigen, wie sich Windows über die Jahre entwickelt hat. In dieser Übersicht findest Du alle Windows-Versionen, die es je gegeben hat. Es ist doch recht erstaunlich, mit welchen Programmen wir früher gearbeitet haben und heute nur noch darüber schmunzeln können.

1981-2000 > DOS: Auf dieses Programm bauten die meisten Windows-Versionen auf (außer Windows NT, 2000 und XP). Die erste DOS-Version wurde 1981 veröffentlicht und es handelte sich dabei um ein textbasierendes Betriebssystem ohne grafische Oberfläche, wo alle Befehle eingegeben werden mussten. Die letzte Version war 8.x, aber die letzte einzeln verkaufte Version war 6.22.

1985 > Windows 1.0x: Es wurde die grafische Benutzeroberfläche eingeführt (GUI) und es gab nun auch die Maus, sodass nicht mehr alle Befehle eingegeben werden mussten. Auch das parallele Arbeiten mit Programmen war möglich, obwohl alle Programme angehalten haben, die nicht aktiv waren.
1983 wollte Bill Gates eine grafische Oberfläche für DOS schaffen, da er vorher sein Geld nur mit dem Verkauf von DOS-Lizenzen verdient hat. Der "Interface Manager" wurde kurze Zeit später in Windows umbenannt und zur "Comdex"-Messe 1983 veröffentlicht. Um Windows besser zu verkaufen, wurden tausende von Hotelbetten mit Windows-Bettwäsche bezogen, aber trotzdem wurde Windows nicht der Verkaufshit: 200 € waren doch für viele Computerfreaks zu viel, da es kaum Software für das Betriebssystem gab.

1987 > Windows 2.xx: Das zweite Windows kam im neuen Design, Fenster waren jetzt auch übereinander, statt nur nebeneinander. Bei Windows /386 handelt es sich nur um eine speicheroptimierte Version, die sich durch eine neue Speicherverwaltung auszeichnet. Allerdings nur für schnelle 386er Rechner… Im November 1987 erschien Windows 2.xx, bei dem man jetzt auch die Fenstergröße verändern konnte. Eine herausragende Neuerung war auch die Unterstützung von PS/2-Mäusen. Insgeasmt gab es drei Versionen, die man fast alle über den Befehl "win" erreichte.

1990 > Windows 3.0x: Es wurden nun auch 16 Farben unterstützt und es konnte mehr als 640 kB Speicher verwendet werden. Außerdem gab es nun auch das Spiel Solitär und einen Dateimanager, der CD-Laufwerke erkannte. Ebenfalls gab es jetzt Signaltöne, die aus dem PC-Speaker kamen. Im Mai 1990 wurde die erste Vollversion für € 280 und die Updateversion für € 76 veröffentlicht.

1992 > Windows 3.1x/3.2: Mit dieser legendären Version wurden 65000 Farben (SVGA) und Soundkarten unterstützt. Mit dieser Version gelang Microsoft der Durchbruch. In den Jahren 1992 und 1993 erschienen Windows 3.1 und 3.11 und wurden in den ersten zwei Monaten über 3 Mio. Mal verkauft. Bis zur Veröffentlichung von Windows 95 war es das am meist installierteste Betriebssystem.

1993 > Windows NT 3.1: Nun wurden Multi-Prozessoren und das NTFS-Dateisystem und 32 Bit-Farben unterstützt, da es sich bei dieser Version um die erste Profiversion handelte. Ab Juli 1993 gab es die Vollversion für € 470 und die Updateversion für € 409.

1994 > Windows NT 3.5x: Viele neue Hilfsprogramme wurden beigefügt (z.B. Festplattenmanager oder CD-Audioplayer) und auch diese Version unterstützte 32 Bit. Ab September 1994 gab es die Vollversion für € 256 und die Updateversion für € 176.

1995-1997 > Windows 95/95A/95B/95C: Hierbei handelte es sich um das erste 32 Bit-Heimanwenderbetriebssystem, wobei eine neue Oberfläche mit dem Desktop erstellt wurde. Auf den Desktop konnte ein eigenes Bild gelegt werden und über das Startmenü waren jetzt alle Programme erreichbar.
Es gab 4 Windows 95-Versionen, die aber alle als das gleiche Produkt verkauft wurden. Die Verkaufszahl von 45 Mio. Exemplaren in den ersten drei Monaten spricht für sich, da es sich schließlich um ein revolutionäres System handelte. Es kamen viele neue Funktionen, wie der Windows-Explorer, die Plug & Play-Unterstützung, lange Dateinamenunterstützung und das Startmenü, hinzu.

1996 > Windows NT 4.0: Dieses Betriebssystem sieht aus wie Windows 95, aber basiert nicht mehr auf DOS und wurde für Firmennetzwerke verwendet. Ab August 1996 war es als Vollversion für € 307 und als Updateversion für € 153 erhältlich. Windows NT 4.0 ist der Nachfolger von NT 3.51 und wurde überarbeitet. Am Auffälligsten ist die optische Anpassung an Windows 95.

1998-1999 > Windows 98/98 SE: Eigentlich ein erweitertes Windows 95 mit vielen Internet-Funktionen, Spielen und einer großen Hardwareunterstützung. 1998 kam Windows 98 als Vollversion für 189 € auf den Markt und damit wurde eigentlich nur Windows 95 mit besserer Hardwareunterstützung (z.B. USB) entwickelt. Erst mit Windows 98 SE gelang der wirkliche Durchbruch in der Computerbranche. DirectX (6.1), der Internet Explorer (5.0) und der Media Player (6.01) wurden erneuert und eine DSL-Modem- und Firewire-Unterstützung wurde hinzugefügt. Windows 98 ist heute das am zweit meisten genutzte Betriebssystem nach Windows XP.
Ab Juni 1998 wurde Windows 98 als Vollversion für € 189 und als Updateversion für € 92 herausgegeben. Die Second Edition war ab Mai 1999 als Vollversion für € 205 und als Updateversion für € 102 erhältlich. Hinzu kam noch die Updateversion von Windows 98 auf SE für € 26.

2000 > Windows 2000: Bei Windows 2000 gibt es die Versionen "Workstation", "Server" und "Advanced Server", die alle mit einer neuen Oberfläche und Hardwaresteuerung erscheinen und als absturzsicher gelten.
Im Februar 2000 erschien Windows 2000 Professional für einen Preis zwischen 368 € und 162 € auf den Markt. Die Server-Version kostete zwischen 1136 € und 544 €. Mit dieser Version gelang Microsoft das größte kommerzielle Softwareprojekt mit Kosten von rund 2 Mrd. US $ und beschäftigte 2000 Programmierer.

2000 > Windows Me: Ein Windows 98, dass wie Windows 2000 aussieht und als letzte Windows-Version auf DOS basiert. Das letzte DOS-basierende Betriebssystem gab es im August 2000 für 205 €.

Windows XP folgte 2001 und war für 5 Jahre das Vorzeigesystem von Microsoft, bis es 2006 von Windows Vista abgelöst worden ist. Dies stellte sich jedoch als Flopp heraus, so dass 2009 mit der Einführung von Windows 7 neue Rekorde ausfgestellt worden sind. Das System ist sehr stabil und verkauft sich, wie keine andere Version vorher. Mit Windows 8 setzt Microsoft seit 2012 auf touchfähige Geräte und bietet so eine Plattform für fast alle Geräte an.

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