Auf der Suche nach einer (kostenlosen) Photoshop-Alternative kommt es zwangsläufig zum Kampf: Gut gegen Böse, David gegen Goliath, Windows gegen Linux und natürlich Photoshop gegen Gimp ­čÖé Windowsuser schwören auf Photoshop und Linuxbenutzer hängen an Gimp. Seit es Gimp nun auch für Windows gibt, ist nun endlich eine Alternative zu Photoshop erschienen.

Installation

Ich beziehe mich hier nur auf die Windows-Version. Zuerst muss das GTK installiert werden. Dies regelt die Fensterdarstellung unter Windows. Nach der Installation konnte der Gimpinstaller problemlos arbeiten und alles lief wie gewohnt ab.

Bedienung

Die erste Konfrontation mit Gimp kann einen kleinen Schock verursachen. Anders als in Windowsprogrammen gewohnt, erscheint Gimp in mehreren Fenstern. Die Taskleiste kann hier bei mehreren geöffneten Bildern schnell unübersichtlich werden. Die Optionspalette, die Ebenenverwaltung und – je nach Einstellung – erscheint alles in der Taskleiste. Somit unterscheidet sich nicht nur die Optik vom Windowsstandard, sondern auch die Bedienung. Ob dies nun ein Vor- oder Nachteil ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Innenleben, also die Funktionsvielfalt von Gimp, muss sich aber keinesfalls vor Photoshop fürchten. Gimp bietet eigentlich alles was auch Photoshop (oder andere Grafikprogramme) als Standard anbieten. Die Werkzeugleiste zeigt ein gewohntes Bild, Pfadwerkzeuge, Füllwerkzeuge etc. sind alle vorhanden.

Support

Wie gewohnt gibt es bei einem OpenSource Produkt immer eine große Community, die gerne hilft.

Fazit

Für den professionellen Druckbereich sollte man denoch auf Photoshop vertrauen. Auch mit den webspezifischen Funktionalitäten kann Gimp nicht ganz mithalten. Das muss es aber auch nicht. Immerhin steht hier der Vergleich von einem über 1000 Euro Produkt gegen ein OpenSource Produkt. Ich persönlich werde mich weiterhin mit Gimp auseinandersetzen. Jedem Neueinsteiger kann ich nur dazu ermutigen.

Zusammenfassung

  • Hersteller: gimp.org
  • Preis: 0,00 €
  • Systeminfos: Windows, Linux, MAC
  • Positives: kostenlos, große Funktionalität
  • Negatives: Erscheinungsbild sehr gewöhnungsbedürftig