Dem ersten Augenschein nach scheint die Übernahme der Handysparte von Motorola durch Google das Imperium des Suchmaschinenriesen zu vergrößern und Google somit einen guten Platz für sein Android zu bescheren. Dennoch ist Microsoft nun der Auffassung, dass genau dadurch Windows Phones auf dem Markt präsenter werden. Rund 12 Mrd. Euro hat Google sich den Motorola-Deal kosten lassen. Google erweitert seinen Vertrieb somit um eigene Smartphones, die vorher unter der Marke Motorola liefen. Offiziell sehen Smartphone-Hersteller wie Samsung und HTC die Übernahme unkritisch und wünschen Google viel Erfolg auf dem Markt. Doch insgeheim dürfte es die Hersteller doch mehr stören, als sie zu diesem Zeitpunkt zugeben. Schließlich wird Google somit direkter Konkurrent für sie und stellt somit nicht mehr nur das System Android für sie zur Verfügung, sondern verkauft gleichzeitig auch eigene Smartphones mit dem eigenen Betriebssystem. Google Chef Larry Page hält dennoch fest, dass der Konzern dem gesamten "Ökosystem" verpflichtet bleibt, doch überzeugt das die Partner?

Microsoft sieht genau hier die Chance und positioniert sich als echte Alternative für all diejenigen Handyhersteller, die das Vertrauen in Google durch diesen Deal verloren haben. Windows Phone 7 ist nun die einzige Plattform, die allen Partnern die gleichen Möglichkeiten bietet, so Andy Lees, Chef der Mobilfunksparte bei Microsoft. Es sei nun zu erwarten, dass Microsoft die Industrie überzeugen wird, dass diese Google nicht vertrauen kann und entsprechend gute Business-Angebote gleichzeitig bereitstellen wird.

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