Microsoft droht ein Gerichtsverfahren wegen der derzeitigen Praxis beim Update zu Windows 10. Nutzer würden gerade dazu gezwungen, Windows 10 zu installieren.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Microsoft eine Unterlassungserklärung zukommen lassen, damit die aktuelle Upgradeprozedur für Windows 10 geändert wird. Viele Nutzer haben sich beschwert und auch in den USA wird derzeit eine Sammelklage formuliert. Dabei geht es vor allem darum, dass Microsoft die Nutzer gerade zu nötigt, das neue Windows zu installieren. Dabei gibt es seit neuestem nur noch die Auswahlmöglichkeit zwischen "Jetzt" und "Gleich". Was den Verbraucherschützern am meisten aufstößt, ist der automatische Download von 6 GB Installationsdateien, die ungefragt heruntergeladen werden. Der Nutzer erhält erst danach die Möglichkeit, das Update nicht zu installieren und muss den "Zwangsdownload" selber löschen.

Windows 10 Download Tool

Microsoft hat bisher die Unterlassungserklärung nicht unterschrieben und äußert sich auch nicht zu den Vorgängen. Daher bleibt es abzuwarten, ob ein Gericht eingeschaltet wird. In den USA scheint dieser Schritt bereits näher zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob die Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 bald nicht mehr "überzeugt" werden.