Anlässlich der Eröffnung des neuen Microsoft Office hat der diesjährige Community Open Day am 21. und 22. März in Berlin stattgefunden. Neben vielen Daten und Zahlen rund um Microsoft hat PCShow.de einen Einblick in die Microsoft Transformation und die Entwicklungsabteilung Microsoft Research werfen können.

Microsoft Office Berlin

Das Microsoft Office Berlin verfügt über ein Atrium für Veranstaltungen (wie diese). Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich The Digital Eatery, ein Café mit Entertainment-Technologie von Microsoft sowie einer App, in der im Voraus bezahlt werden kann (pay to go). Sehr bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang noch die Aussage eines Microsoft-Mitarbeiters, dass der Standort bewusst in der Nähe von der Bundesregierung gesucht worden ist. (Eine kleine Randbemerkung: Die Zentrale in Unterschleißheim wird im Sommer 2016 nach München-Schwabing umziehen. Der Baubeginn ist für dieses Jahr vorgesehen.)

Microsoft Atrium

Zur Eröffnung der Veranstaltung sind ein paar Zahlen und Fakten über Microsoft bekanntgegeben worden. Besonders stolz sei man bei Microsoft auf die 200 Millionen verkauften Windows 8 Lizenzen und somit könne nicht von einem Fehlstart des Betriebssystems gesprochen werden. Inzwischen gebe es 140000 Apps mit 250 Millionen Downloads. Aber auch die Erfolgsgeschichte von Office wird fortgesetzt. Eine Milliarde Nutzer verwenden inzwischen Office-Produkte. Weitere Daten können hier nachgelesen werden.

Microsoft hat eine neue strategische Ausrichtung vorgenommen. Der Produkt- und Herstellervielfalt soll mit einer Transformation zu „Device & Services“ begegnet werden. Dafür will Microsoft „Menschen helfen, das Beste aus jedem Moment zu machen.“ Aber was bedeutet das? Microsoft möchte sich nicht mehr als klassischer Software-Produzent platzieren, sondern auch Hardware anbieten. Damit wird Microsoft zum Gerätehersteller. Neben der Nokia-Geräte wird es somit im Konzern auch Microsoft-Geräte geben. Neu wird auch, dass es „ein Jahr voller Releases“ geben werde. Damit meint Microsoft die ständige Aktualisierung und Erweiterung der Angebote wie Windows, Windows Phone, Bing oder Surface. Die Online-Dienste nehmen dabei auch einen entscheidenden Platz ein.

Bezogen auf Windows plant Microsoft – auch im Hinblick auf Windows 9 – eine Anpassung des Systems bezüglich der Skalierbarkeit, der Plattformen, der Flexibilität und den Erweiterungen. Windows soll so auf allen verfügbaren Bildschirmformaten laufen können. Anwendungen sollen auf unterschiedlichen Geräten ermöglicht und auch verschiedene Programmsprachen zugelassen werden. Damit strebt Microsoft eine Öffnung des Systems an. Dazu passen auch die Gerüchte, dass Windows 9 und Windows Phone 9 für Android-Apps geöffnet werden könnten.

Besonderen Wert legt Microsoft auf die verschiedenen Benutzersituationen. Von der Tastatur- und Mausverwendung über Stifteingaben und Touchscreens hin zu Gesten- und Sprachsteuerung. So wird besonders die Kinect für Windows weiter gefördert. In der Entwicklung befindet sich gerade die Möglichkeit, ein Objekt mit der Kamera zur Erfassung und mit einem 3D-Drucker ein Abbild zu erstellen. Besonders hierbei ist, dass Microsoft mit den Herstellern einen Treiberstandard entwickelt, damit keine gesonderte Software benötigt wird. Langfristig ist das Ziel die Touchscreens durch Gestensteuerungen zu ersetzen, also die Erkennung vor (und nicht auf den Bildschirm) zu verlagern.

In der Microsoft Research-Abteilung sind bereits Programme entwickelt worden, die es ermöglichen, Gebärdensprache zu erkennen und als Text auszugeben. Dabei sind auch verschiedene Sprachen möglich. Auch die Erkennung von Objekten auf Bildern und Videos ist vorangeschritten. Besonderen Fokus hat die Entwicklungsabteilung ebenfalls auf eine neue Programmiersprache F# gelegt. Im Entertainment-Bereich wird gerade das Erlebnis im Wohnzimmer erforscht Dazu ist der IllumiRoom entwickelt worden, der Inhalte in das Wohnzimmer projiziert und so diverse Effekte ermöglicht:

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