Auch zum diesjährigen Open Day haben wir uns wieder nach München begeben, um aktuelle Infos zu aktuellen Microsoft Themen zu erhalten. Zentrales Thema war dieses Jahr das Windows Phone 7. Mit ihm soll man alle Informationen schnell checken und sofort wieder zurück in das "reale" Leben kehren können. Zum Start werden fünf verschiedene Handys angeboten, davon drei von HTC und jeweils eines von Samsung und LG. Der derzeitige Marktanteil von Windows Mobile lag bei 6,8 %. Die Frage ist, ob dieser Anteil nun deutlich erhöht werden kann?

Microsoft möchte verstanden wissen: Windows Phone 7 ist nicht Windows Mobile! Es handle sich um ein vollständig neu konzipiertes System. Der Nutzer wird in den Mittelpunkt gerückt. Die "Consumerization of IT" wurde nötig, da die Grenzen zwischen Privat- und Businessnutzung verwischen, u. a. weil im Privatbereich bessere PCs als am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.

Ähnlich wie beim iPhone ist die Verfügbarkeit von Apps. Die sogenannten Hubs, also Bündelungen von themenverwandten Programmen und Funktionen sollen beste User Experience und beste Cloud-Anbindung ermöglichen. Ein Beispiel hierfür ist die Office Hub: OneNote-Notizen können hier direkt mit dem Live Skydrive (25 GB Speicherplatz) synchronisiert werden. Aber auch Word-, Excel- sowie PowerPoint-Dateien können angesehen und bearbeitet werden.

Bemerkenswert ist der einheitliche Standard der Geräte. Leider hat Windows Phone 7 keine Synchronisierungsmöglichkeit von Kontakten mit dem Desktop-PC. Die derzeit vorgeschlagene Lösung: Das Synchronisieren über ein Web-Konto, wie z.B. Hotmail.

Ein weiteres "Schmankerl" ist der neue Internet Explorer 9. Besonders hervorzuheben ist die neue GPU Beschleunigung für HTML5. Es wird eine volle Hardwarebeschleunigung für Grafik, Text, Video und Audio durch Windows zur Verfügung gestellt. Der Unterschied ist deutlich erkennbar. Um dies selber auszuprobieren, kann bereits die Beta-Version heruntergeladen werden. Es hat sich einiges unter der "Haube" getan: Neues JavaScript Engine "Chakra", Layout Optimierungen sowie schnelleres HTML- und CSS-Parsing. Wie zu erwarten integriert sich der IE 9 perfekt in Windows 7. Erhältlich ist er ebenfalls für Windows Vista, ältere Betriebssysteme werden nicht unterstützt. Beachtlich ist auch die Statistik des Internet Explorers. So wurden mehr als eine Milliarde Malware geblockt. Mit einem Anteil von 85 % ist der IE daher führend in Schutz vor Malware. Im Vergleich dazu haben Firefox mit 29 %, Google Chrome mit 17 % und Opera mit 0,5 % nicht annähernd so gut abgeschnitten.