Es geht ziemlich schnell: Ein neuer Computer ist gekauft oder Windows wurde mal wieder frisch neu installiert. Doch auch wenn oft das Versprechen gegeben wird "anstecken und los geht es", entspricht das nur der halben Wahrheit. Natürlich funktioniert alles direkt, doch geschützt vor den Gefahren aus dem Internet bist Du noch lange nicht. 

Es gibt zahlreiche kostenlose Tools, die einen guten Rundumschutz bieten. Doch trotzdem halten es viele Computernutzer nicht für notwendig, diese Software einzusetzen. Ich behaupte, sie wissen oft gar nicht, was die Programme bedeuten und, dass sie so enorm wichtig sind. Schließlich weiß jeder, wofür ein Türschloss nötig ist und verschließt daher auch die Tür hinter sich, wenn er das Haus verlässt.

Du siehst, es gibt viel zu tun. Wir zeigen dir einfach, wie es geht.

Was ist eine Firewall?

Eine Firewall ist dein Sicherheitspersonal für den Computer. Wie auch bei einer Diskothek hält diese Firewall als Türsteher unerwünschte Gäste vom Computer fern. Dazu zählen beispielsweise Viren und Würmer. Diese würden ansonsten über das Internet auf deinen Computer gelangen und dort Schaden anrichten.

Sowohl Windows XP, als auch Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 haben von Haus aus eine Firewall integriert. Diese ist auch erstmal soweit sicher, bis du eine entsprechende Firewall aus dem Internet geladen hast. Wir empfehlen ZoneAlarm von Zonelabs. Diese Firewall ist kostenlos und schützt deinen Computer sicher vor Gefahren von außen.

ZoneAlarm

Was ist ein Antivirenprogramm?

Ein Antivirenprogramm ist der Arzt deines Computers. Das Programm versucht den Computer gesund zu halten und ihn gegen die Krankheiten des Internets zu schützen. Krankheiten sind Viren oder Würmer. Nutze also ein entsprechendes Programm, um die Viren unschädlich zu machen und schlussendlich zu entfernen. 

Doch was sind eigentlich Viren? Diese Programme versuchen deinen Computer zu stören, deine Daten aufzuzeichnen, sie zu beschädigen oder sogar zu löschen. Meist gelanger derartige Programme über das Internet auf deinen Computer. Zur Verbreitung trägt der Computernutzer meist selber bei. Es reicht einen USB-Stick an einen infizierten Computer anzuschließen und diesem einem Freund oder einer Freundin mitzugeben. Nach anstecken des Sticks, treibt der Virus auf auf dem Computer sein unwesen. Doch Viren verbreiten sich meist auch über Adressbücher im PC und verschicken sich selbst an Bekannte und Verwandte weiter.

Aber es reicht nicht einfach nur das Programm zu installieren. Genauso, wie es nicht reicht einmal zum Arzt zu gehen und sein Leben lang geschützt zu sein. Wichtig ist, dass du dir eine gewisse Zeit nimmst und dein Antivirenprogramm stets aktuell hälst. Bei den meisten Programmen ist es heutzutage möglich ein automatischen Aktualisierungsdienst (automatisches Update) zu aktivieren. Von dort an, kümmert sich das Programm selbst darum und meldet sich, wenn es nicht funktioniert hat.

PCShow.de empfiehlt AntiVir von Avira. Dieses Programm ist seit Jahren kostenlos und schützt deinen Computer effektiv.

Avira Free Antivirus

Was sind Windows-Updates?

Microsoft bemüht sich ein immer sicheres Betriebssystem für den Kunden anzubieten. Dennoch finden findige Leute immer wieder Sicherheitslecks, die geschlossen werden müssen. Tut man das nicht, können sogenannte Hacker (unerwünschte Personen, die sich auf den eigenen PC einklinken) die Kontrolle über den eigenen Computer übernehmen. Natürlich willst du das nicht, denn der Hacker könnte somit wichtige Dokumente kopieren, Passwörter klauen, Zugang zum Online-Banking bekommen oder sogar Schadsoftware einschleusen.

Deswegen bietet Microsoft einen kostenlosen Update-Dienst an. Dieser Dienst stellt für Kinden des Betriebssystems Windows immer aktuelle Möglichkeiten bereit, wie das Loch gestopft werden kann. So, wie ein Schiff mit lauter Löchern irgendwann untergehen würde, würde es der Computer auch tun, wenn man die Löcher nicht stopft.

Was ist für dich wichtig?

Aktiviere am besten die Option "Automatische Updates". Mit dieser Option hält sich dein Windows selbst auf dem aktuellen Stand. Dafür wird lediglich eine bestehende Internetverbindung benötigt.

Wie aktiviere ich die automatischen Updates?

1. Öffne Windows Updates, indem du unten rechts auf "Start" klickst, dann auf "Alle Programme" und anschließend auf "Windows Updates"

2. Klicke im linken Bereich auf "Einstellung ändern"

3. Wähle die gewünschte Option aus

4. Aktiviere unter "Empfohlene Updates" das Kontrollkästchen "Empfohlene optionale Updates beim Herunterladen, Installieren und Benachrichtigen einschließen", und klicke dann auf "OK". 

Was ist Antispyware?

Antispyware oder auch zu deutsch Programm gegen des Ausspähen des Computers, schützt dich vor PopUps, Leistungsbeeinträchtigungen und Sicherheitsbedrohungen. Um stets gegen alle Formen von Spyware gewappnet zu sein, solltest du auch dein Antispyware-Programm ständig aktuell halten.

Aber was ist eigentlich Spyware genau? Hierbei handelt es sich um ein Programm, dass versucht Werbeeinblendung ohne Zustimmung auf deinem Computer zu öffnen. Aber auch Persönliche Daten versucht dieses Programm abzugreifen und über das Internet an seinen Ersteller zu versenden. Eine weitere Sache ist, dass dieses Programm versucht die Computereinstellung zu seinen Gunsten zu verändern.

Das hinterlistige bei Spyware ist oftmals, dass trotz Deinstallation des Programms, die Software nach einem Neustart plötzlich wieder erscheint. Deshalb sind spezielle Programme erforderlich, die sich darum kümmern, die Spyware endgültig zu löschen.

Microsoft bietet mit Windows-Defender ein kostenloses Programm an. PCShow.de empfiehlt dennoch das kostenlose Ad-Aware von Lavasoft.

Zugangsdaten niemals weitergeben oder auf dem PC speichern

In letzter Zeit flattern viele Mails herein von Ebay oder anderen Unternehmen, die deine Zugangsdaten benötigen, um zu schauen, ob du noch aktiv bist. Doch diese scheinbar seriösen Mails stammen nie von Unternehmen wie Ebay und Co. Warum dann diese Mails? Gauner möchten an deine Daten, um an weitere Daten oder Geld von dir zu kommen!

Beachte bitte, dass keien Bank, kein Versandhaus und keine seriöse Firma im Allgemeinen dich nach deinen geheimen Daten (Kennwörter, PINs oder TANs) per E-Mail fragen wird. Das gleiche gilt auch für Telefon oder Fax.

Schutz des drahtlosen Netzwerkes (WLAN)

Vielen Anwendern ist überhaupt nicht bewusst, was sie für ein Sicherheitsrisiko eingehen, wenn sie ihr Funknetzwerk (Wireless Lan, kurz WLAN) nicht verschlüsseln. Jeder könnte diese Verbindung von außen, z.B. auf der Straße oder einer anderen Wohnung nutzen und somit einerseits deine Kosten in die Höhe treiben und was noch viel schlimmer ist, Zugriff auf deine Daten bekommen. 

Cafés bieten oftmals ungeschützte, öffentliche Netzwerke an, um zu surfen. Achte bitte darauf, dass du über diesen Verkehr keine sensiblen Daten überträgst. Gleichzeitig ist es wichtig, dass du das freigegebene von Ordnern deaktivierst, damit niemand von außen darauf zugreifen kann.

Downloads aus dem Internet als Gefahrenquelle

Jeder lädt sich täglich Dateien aus dem Internet (Webseite oder E-Mail) heruntern oder von einer CD/DVD bzw. einem USB-Stick. Beliebt ist auch das Schicken von Daten per Messenger, wie Live Messenger, ICQ oder AIM. Beachte immer, dass derart Dateien potentielle Gefahren für deinen Computer sind und betrachte sie mit Skepsis.

Wichtig ist, dass du Dateien vor dem Öffnen mit einem aktuellen [URL=antivirus-programm.html]Antivirenprogramm überprüfst, insbesondere, wenn die Quelle nicht offensichtlich vertrauenswürdig ist. Mit vertrauenswürdig ist nicht die Person gemeint, die es schickt, sondern die Aktualität der Sicherheitsprogramme auf dem Computer, von dem die Datei stammt.

Wichtig ist, dass du bedenkst, dass der Absender nicht bewusst infizierte Dateien an dich weitergeben muss. Es reicht aus, wenn seien Kenntnisse zum Selbstschutz nicht ausreichen. Denn jeder, der den eigenen Computer nicht schützt, wird über kurz oder lang selber ein Quellcomputer für Viren und andere Schädlinge.