Als Microsoft Windows 7 im Herbst 2009 auf den Markt gebracht hat, sahen die Marktbedingungen noch ganz anders aus. Der Markt hat sich stark gedreht, sodass mittlerweile ganz andere Bedürfnisse der Kunden befriedigt werden müssen. Darunter die ständige Verfügbarkeit von Informationen, der Trend zu akkubetriebenen Geräten, aber auch das multimediale Nutzungserlebnis des Produktes. Diese beispielhaft gewählten Änderungen am Markt zwingen Microsoft dazu die komplette Konzernstruktur zu überdenken. Microsoft bestätigte gegenüber PCShow.de, dass es den Konzern nicht mehr in der Art geben wird, wie ihn die Öffentlichkeit bisher gekannt hat. Vielmehr setzt Microsoft nun vollkommen auf die Cloud. Insbesondere das Google Android und das Google Chrome Betriebssystem erhöhen den Wettbewerbsdruck auf Microsoft. Google stellt seine Systeme kostenlos zur Verfügung und passt die Betriebssysteme auf die jeweiligen Geräte an. Prinzipiell bietet Microsoft ein Betriebssystem, das sich lediglich durch einen unterschiedlichen Funktionsumfang unterscheidet, an. Allerdings wird dieses nicht auf verschiedene Geräte angepasst, wie zum Beispiel Netbooks.

Fraglich ist, wie Microsoft den Preis seines Betriebssystems in diesem veränderten Wettbewerb halten wird. Es ist wohl davon auszugehen, dass Microsoft stark in das Marketing seiner Windows-Sparte investiert, um das Windows Markenerlebnis weiter zu optimieren. Des Weiteren werden Hardware-Partner eine entscheidende Rolle im Wettbewerb spielen. Sofern die Partnerschaften stabil sind, hat Microsoft gute Karten. Sollten die Kunden sich allerdings einen günstigeren PC wünschen und hätten genügend Akzeptanz gegenüber alternativen, kostenlosen Systemen, so wird Microsoft erneut seine Strategie überdenken müssen.