Microsoft hat auf die zunehmende Gefahr durch Würmer, Trojaner und Adware reagiert und ein eigenes Antispy-Programm entwickelt. In der Version Beta 1 wurde es Anfang Januar veröffentlicht. Wir haben es einem ersten Test unterzogen.

Installation

Die gut 6 MB große Datei fragt nach dem Start diverse Optionen ab wie automatisches Scannen, automatische Updates und Teilnahme am AntiSpyware-Net. Letzteres dient dazu, bei Erkennen eines schädlichen Programms zügig den Rest der Gemeinschaft zu informieren, ähnlich wie dies beispielsweise Cloudmarks Antispamnet macht.

Nach der Installation startet sich das Programm und fragt nach einem ersten Scan. Dabei sollte man die Einstellung von Quick Scan auf einen vollständigen SCan umstellen und ihn ausführen. Der Scan dauert ca. 15-30 Minuten, je nach Größe der Systempartition und gibt Meldungen beim Fund möglicher schädlicher Programme. Nach Beendigung wird eine Zusammenfassung ausageworfen.

Bedienung

Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Momentan ist das Programm nur in Englisch verfügbar, wird aber vermutlich bei Veröffentlichung der finalen Version auch in lokalisierten Versionen verfügbar sein. Es gibt Grundsätzlich die Bereiche Spyware Scan, Real-Time Protection und Advanced Tools. Im Scan-Bereich Kann man Optionen einstellen wie Tiefe des Scans und Zeitpunkt der automatischen Scans. Außerdem werden diverse Informationen zu den letzten Scans angezeigt.

Microsoft AntiSpyware Beta 1

Im Bereich Real-Time Protektion werden diverse Überwachungs-Tools gesteuert, die sowohl Browser, Programme und Prozesse überwachen. Ob dieser Schutz wirklich hilft konnten wir bis jetzt noch nicht wirklich überprüfen. Im Bereich Advanced Tools kann man zum Beispiel die Browsewr-Einstellungen speichern um sie bei einem Hijacking wieder herzustellen. Außerdem kann man diverse Informationen einstehen wie installierte ActivX-Plugins (die man blocken kann) oder laufende Prozesse. Des Weiteren kann man sämtliche personenbezogenen Daten wie die History des Internet Explorers löschen.

Man kann die Software so einstellen, dass Sie im Hintergrund läuft, dann minimiert sich das Tool in den System Tray und kann von dort auch wieder schnell gestartet werden.

Beim Scannen wurde beispielsweise auch das gesamte Winpcap erkannt. Winpcap ist ein Toll zum loggen von Netzwerkaktivitäten, beispielsweise um herauszufinden, wo in einem Netzwerk Daten nicht weitergeleitet werden. Das Programm wies richtig darauf hin, dass Winpcap nicht notwendigerweise schädlich sein muss.

Support

Zum Support kann an dieser Stelle nichts gesagt werden. Es wurden in den zwei Tagen, die ich das Toll testweise bei mir installiert habe bereits mehrere Updates gezogen was auf eine gute Pflege des Regel-Sets zum Erkennen von schädlicher Software hindeutet.

Fazit

Insgesamt für eine Beta 1 Version erstaunlich ausgereift. Bis jetzt konnte ich keinen Absturz oder Fehlverhalten feststellen. Die Menüs sind übersichtlich und leicht zu bedienen. Tests beispielsweise im Labor der Zeitschrift Chip bestätigten den guten Eindruck. Bis zur finalen Version sollen noch weitere Funkionen implementiert werden. Ein sehr sinnvolles Tool, das auch in der Beta 1 Version durchaus schon installiert werden kann. Trotzdem kann es natürlich noch zu Fehlverhalten kommen, man sollte sich also nicht darauf verlassen und bei der Installation vorsichtig sein.

Zusammenfassung

  • Hersteller: Microsoft
  • Preis: 0,00 €
  • Systeminfos: Windows
  • Positives: Gute Idee, gutes Menü, stabil laufend
  • Negatives: –

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