Es geht heiß her auf dem Smartphone-Markt. Da es Nokia in der Partnerschaft mit Microsoft nicht schafft, das mobile Betriebssystem Windows Phone auf einen ansehnlichen Marktanteil zu bringen, könnte Microsoft nun einen Plan B aus der Schublade holen: Das Surface Phone. So zumindest beschreibt es Nokia in einer Pflichtmeldung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission). Es ist noch gar nicht so lange her, dass Microsoft und Nokia eine sehr enge Partnerschaft im Bereich Smartphones eingegangen sind. Nokia hat sein mobiles Betriebssystem Symbian und seine Beteiligung an der Entwicklung von Meego aufgegeben. Nokia konzentrierte sich somit fortan nur noch auf Microsofts Betriebssystem Windows Phone. Im Gegenzug verpflichtete sich Microsoft mit regelmäßigen Finanzspritzen an den finnischen Handyhersteller sowie Milliardenschwere Marketingkampagnen in das Betriebssystem, den Absatz der Nokia Windows Phones deutlichen Aufwind zu geben.

Nokia befürchtet nun allerdings, dass die aktuellen Windows Phone Marktanteile den Softwaregiganten Microsoft dazu bewegen könnte, einen alternativen Weg einzuschlagen. Im Bereich der Tablets ist Microsoft bereits der Ansicht gewesen, dass es neue Benchmarks am Markt der Tablet-Computer geben muss. Der Software-Gigant entschloss sich somit, Investitionen in die Forschung und Entwicklung seines eigenen Tablets mit dem Namen Surface zu tätigen und brachte dieses im Herbst 2012 auf den Markt.

Nokia befürchtet nun, dass Microsoft einen ähnlichen Plan B im Bereich der Smartphones haben könnte, sofern Ziele bei Marktanteilen durch die Hardware-Partner nicht erreicht würden. Sicher scheint, dass Microsoft an einem eigenen Smartphone arbeitet. Fraglich ist allerdings, ob dieses tatsächlich den Markt erreicht. Microsoft ist immerhin dafür bekannt, hohe Investitionen in neue Produkte zu tätigen, diese jedoch schlussendlich doch nicht auf den Markt zu bringen oder aber die Technologien in andere Produkte einfließen zu lassen.

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