Nachdem nun Apple seinen Mac App Store erfolgreich etabliert hat, ist nun die Frage, ob ein App Store für Betriebssysteme ein Standard wird oder ob nur Apple zukünftig darauf setzen wird.

PCShow.de geht davon aus, dass der App Store den Umgang mit Software verändern wird. Eine Installation findet mit einem Mausklick statt, genauso, wie die Programme auch wieder mit einem Klick deinstalliert werden können. Diese einfache Bedienung ist nicht nur mit dem Download und der Installation verbunden, sondern auch mit der Registrierung des Produktes. Microsoft und seine Software-Partner setzen derzeit noch auf die Eingabe eines Registrierungscodes. Zukünftig könnte bezahlte Software ganz einfach mit der Windows Live ID verknüpft werden, um diese einem Nutzer eindeutig zuordnen zu können. Besonders lukrativ könnte diese Umstellung auch für den Business-Bereich werden. Die Kosten für die Wartung der Software sind immens. Dies könnte sich verändern, wenn durch einen Klick Software und deren Updates installiert würden.

Apple Mac App Store

(Apple Mac App Store)

Kritisch ist allerdings die Abhängigkeit der Software vom Hersteller des Betriebssystems. Somit behält sich Apple vor, gewisse Software nicht in seine Stores aufzunehmen oder aufgrund von Kollisionen mit den AGBs zu entfernen. Ein bekanntes Beispiel ist das Entfernen des beliebten VLC Players am 7. Januar 2011 aus dem App Store für das IPhone bzw. den IPod. Rémi Denis-Courmont schrieb dazu auf seinem Blog:

"First, even I do not know for certain why Apple removed VLC, and Apple will probably never state the truth. Second, Apple has already removed VLC from the "old" Mac Store for computers… already about 4 years ago, at a time when VLC was one of the most popular applications, and I am yet to learn the reasons why."

Wird es künftig weitere Produkte geben, die nachgefragt werden, aber künstlich von Apple zurückgehalten werden?

Die Freiheit der Software könnte durch einen zentral verwalteten App-Store bedroht werden. Dennoch wird sich auch Microsoft mit Windows 8 von vielen altbekannten Dingen trennen müssen. Es ist Zeit nicht alte Funktionen zu verbessern, sondern darüber nachzudenken, ob es bessere Alternativen gibt, die zeitgemäßer erscheinen. Lukrativ könnte die ganze Umstellung für Microsoft ebenfalls werden. Apple verdient mit jedem Verkauf 30 Prozent mit und stellt dafür lediglich Server zur Verfügung.

Gleich weiterlesen